Terry Gilliam Special – Time Bandits (1981)
Schon das Intro von Time Bandits zeigt, wie groß der Film eigentlich gern sein möchte. Die Kamera fliegt auf eine Weltraum-Karte zu und nach Einblendung des Filmtitels reisen wir durch den Weltraum zum Planeten Erde und in ein Wohnzimmer einer “normalen” Familie. Leider schafft der Film es nicht ganz, die weite dieses ersten Shots zu erreichen und bleibt etwas zu gebunden an die Erde.
Inhalt:
Das einzige Kind in der Familie ist Kevin (Craig Warnock), der wegen kontinuierlicher Vernachlässigung durch seine Eltern sich in die Geschichtsbücher flüchtet. Eines Tages kommt mitten in der Nacht ein Ritter aus seinem Wandschrank und reitet durch eine Wand wieder davon. Kevin will dem Phänomen auf die Schliche kommen und bewaffnet sich mit einer Taschenlampe und einer Sofortbildkamera. Doch in der nächsten Nacht ist es kein Ritter sondern sechs Zwerge, welche vor ihrem ehemaligen Meister, dem Supreme Being flüchten. Kevin folgt ihnen aus Neugier und steht plötzlich mitten in einem Napoleon-Feldzug. Die Zwerge erklären ihm, dass es Löcher im Raum und Zeit gibt, durch die man an feste Punkte im Raum-Zeit-Kontinuum reisen kann. Sie sind mit einer Karte dieser Löcher auf der Suche nach Schätzen, die sie stehlen können. Auf weiteren Umwegen landen sie bei Robin Hood, Agamemnon, auf der Titanic und im Kochtopf eines Ogers. Doch auch das Böse will diese Karte in die Finger bekommen und lockt sie zu sich. Werden sie das Böse besiegen können?
Bewertung:
Man kann den Film wirklich sehr gut ansehen und wird gut unterhalten. Die sehr starken Nebendarsteller (Sir Ian Holm als Napoleon, Sir Sean Connery als Agamemnon, John Cleese als Robin Hood, Michael Palin) treiben den Film immer weiter voran und lassen kaum Durchhänger zu. Einzig die Zwerge fand ich etwas zu eindimensional und etwas zu sehr als Beiwerk. Voran genau das liegt kann ich nicht sagen, aber man erwärmt sich einfach nicht für sie. Der Kampf gegen das Böse ist aber sehr gut gemacht, auch wenn die Auflösung etwas zu christlich angehaucht ist für meinen Geschmack.
Dieser Film gehört zur inoffiziellen Trilogy of the Imagination, in welcher die Hauptpersonen sich von äußeren Zwängen befreien und ihre eigenen freien Willen (Imagination) entwickeln. Hier ist es Kevin ein Junge, in Brazil ist es Sam Lowry (Jonathan Pryce) als Mann und schlussendlich in The Adventures of Baron Munchausen ist es der Baron selbst (John Neville) als Greis.
In der (Ehren-)bulletSkala™ bekommt Time Bandits von mir 7.5/10 Bullets.
Hier ist der zugehörige Trailer mit lustigen Kommentaren aus dem Off:


